Kaden & Comp. war der wichtigste Verlag der sächsischen Sozialdemokratie bis zum Ende der Weimarer Republik. Er wurde 1898 von Wilhelm August Kaden im Auftrag der SPD in Dresden gegründet. Zum Verlagsprogramm gehörte neben politischen Schriften auch Belletristik.

Kaden & Comp. zählte zu den einflussreichsten Verlagen der deutschen Sozialdemokratie überhaupt. Der bekannte Politiker Karl Sindermann führte mehrere Jahre die Geschäfte. Bekannt geworden ist der Verlag v. a. durch das SPD-Organ Dresdner Volkszeitung (DVZ). Wilhelm August Kaden hatte ab 1890 schon deren Vorläufer, die Sächsische Arbeiterzeitung, herausgebracht.

Kurze Zeit nach der Machtergreifung durch die Nazis, am 8. März 1933, verwüstete die SA das Verlagsgebäude am Wettiner Platz und verbrannte die Bücher aus der angeschlossenen Buchhandlung. Die Dresdner Volkszeitung und mehrere Bücher des Kaden-Verlags wurden von den Nazis verboten, darunter die Weltgeschichte in einem Band von Hermann Häfker. Während der Enteignungswelle im Mai 1933 übernahmen die Nazis das Verlagsgebäude.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der Kaden-Verlag in der Landesdruckerei auf.

Abbildung: Plakat von Kurt Fiedler zur Geldlotterie des Landesausschusses für Leibesübungen mit dem Arbeiter-Landes-Sportkartell und dem Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen; gedruckt von Kaden & Comp.