Die Werkstätten für deutschen Hausrat Theophil Müller waren in der Bärensteiner Straße 5 ansässig. Sie trugen wesentlich dazu bei, dass Dresden im frühen 20. Jahrhundert eine führende Position in der dekorativen Wohnraumgestaltung besaß. Die Erzeugnisse galten als solide und alltagstauglich, trotzdem als künstlerisch gediegen.

Die Firma wurde 1902 von Theophil Müller nach dem Tode seines Vater, Julius Müller, gegründet. Der hatte an gleicher Stelle eine Akkordzitherfabrik besessen, die 1902 vom Teilhaber Karl Schmidt übernommen und in die Johannstadt verlegt wurde. Die Werkstätten für deutschen Hausrat Theophil Müller gehörten 1907 zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Werkbundes. Sie arbeiteten beim Entwurf von Möbeln und Spielsachen mit führenden Designerinnen und Designern der Zeit wie Gertrud Kleinhempel, Margarete Junge, Edmund Schuchardt und Erich Kleinhempel zusammen. Die Erzeugnisse wurden mehrfach auf nationalen Kunstgewerbeausstellungen ausgezeichnet, deutschlandweit vertrieben und in den Warenbüchern von Werkbund und Dürerbund als Beispiele für Qualitätsarbeit gelistet.