Dore Mönkemeyer-Corty (* 27. April 1890 in Dresden; † 17. Februar 1970 in Dresden, einige Quellen 1973) war eine Malerin, Designerin und Grafikerin.

Nach dem Besuch der Volksschule an der Frauenerwerbsschule studierte Corty an der Kunstgewerbeschule bei Gertrud Kleinhempel, Georg Lührig und Max Frey. Sie hatte ursprünglich Zeichenlehrerin werden wollen, entschied sich aber für eine Karriere als freischaffende bildende Künstlerin. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Maler und Grafiker Fritz Mönkemeyer (1888-1981), lebte sie in Dresden und Schellerhau.

Mönkemeyer-Corty gehörte wie Arno Drescher, Kurt Fiedler, Willy Petzold und Paul Sinkwitz der Dresdner Ortsgruppe des Bundes Deutscher Gebrauchsgraphiker unter Bruno Gimpel an. Als "Die Gebrauchsgraphik", Monatsschrift zur Förderung künstlerischer Reklame, im Heft 3 des Jahres 1925 einen Überblick über die spezifische Situation der Gebrauchsgrafik im Dresden jener Jahre gab, wählte die Zeitschrift einen Entwurf von Mönkemeyer-Corty für das Titelbild. Georg Paech schrieb über sie: "In ihr besitzt Dresden eine rassige Zeichnerin, die Pferde auf Adler-Turf sind so konzentriert in ihrer künstlerischen Form -, man betrachte die Formung der Augen aus Bogen und Dreieck -, sind so zurückgeführt auf nicht mehr weiter zu vereinfachende Gestaltung, daß man das Plakat getrost als ein bestechliches Werk der darstellenden Kunst unserer Zeit schlechthin bezeichnen kann."

Mönkemeyer-Corty war Mitglied bei GEDOK - Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnen. Bei den Bombenangriffen auf Dresden verlor sie ihr Atelier.

Nach dem Krieg wohnte Mönkemeyer-Corty in der Gartenstadt Hellerau im ehemaligen Haus von Paul Sinkwitz. Zu ihren wichtigsten Werken zählte das Ausstellungsplakat zur 2. Deutschen Kunstausstellung in Dresden von 1949. Es zeigt eine stilisierte Friedenstaube. Als 1950 in der Bundesrepublik der 1. Preiswettbewerb für das beste deutsche Plakat veranstaltet wurde, war jenes von Mönkemeyer-Corty das einzige ostdeutsche, das von der Jury ausgewählt wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann gestaltete Mönkemeyer-Corty Reliefs am Neuen Rathaus in Dresden. In Schellerhau malte sie die Kirche aus. Zudem schuf sie Holzschnitte und verschiedene Gebrauchsgrafiken, so ein Logo für den Ratskeller und eine Ehrenurkunde für die Staatliche Meisterschule des Deutschen Handwerks in Dresden.

Exponate in der Ausstellung "Dresden plakativ!" im Stadtmuseum, 2011

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