Der Kammermusiker Oskar Geier (* 3. Juli 1889 in Roßleben; † 17. Oktober 1952 in Dresden) war als Bratschenvirtuose bekannt und gehörte der Staatskapelle an. Er trat aber auch mit eigenen Kompositionen hervor.

Geier erwarb sich schon an seinem Geburtsort Roßleben Verdienste um das musikalische Leben. Der Sohn eines Schneidermeisters bemühte sich hier vor allem um die Ausbildung der Feuerwehrkapelle. In Dresden wurde am 20. September 1938 sein Trompetenkonzert op. 18 uraufgeführt, das er Eduard Seifert, dem ersten Trompeter der Staatskapelle und späteren Professor an der Musikhochschule, gewidmet hatte.

Geier wohnte in Dresden ab 1933 Heinrich-Schütz-Straße 4, nachdem die Besitzer, Wolfgang Schumann und Eva Schumann, Deutschland nach der Machtergreifung der Nazis verlassen mussten. Mit Kurt Fiedler vom benachbarten Dürerbundhaus bestanden gutnachbarliche Beziehungen. Geier begleitete die Trauerfeier von Fiedlers Ehefrau Nanny (†1948)  musikalisch.


Ehemaliges Wohnhaus von Oskar Geier in Blasewitz, Heinrich-Schütz-Straße 4