Die Rudolph'sche Verlagsbuchhandlung war ein deutschlandweit bekannter Sachbuchverlag. Die Firma wurde 1894 in Dresden gegründet. Ihre Bücher erreichten insgesamt eine millionenfache Auflage.

Um 1930 wurde die Rudolph'sche Verlagsbuchhandlung von Emil Rudolph geführt, seinerzeit Vorsitzender des Vereins Dresdner Buchhändler. Er verlegte Bücher für den Massenbedarf und war damit außerordentlich erfolgreich. Häufig verbreiteten seine Bücher auch Gedanken der Esoterik. Der Verlag gab z. B. mit Harry Winfield Bondegger die Reihe Talisman-Bücherei heraus. Sie stand der Neugeist-Bewegung nahe. Mehrere Werke aus dieser Reihe waren bei den Nazis verboten. Zu den erfolgreichen Reihen mit mehreren Bänden zählten außerdem: Die Wege zum Erfolg, Nützliches Wissen für den Alltag und Das Sexual-Leben.

Zu den bekanntesten Autoren der Dresdner Jahre zählte Hermann Häfker, auch der Fotograf Franz Fiedler und der Grafiker Kurt Fiedler arbeiteten für Rudolph.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verblieb die Rudolph'sche Verlagsbuchhandlung zunächst in Dresden. Der Verlag setzte schließlich bis etwa 1970 seine Tätigkeit in Lindau am Bodensee fort. Auch die Talisman-Bücherei zählte weiterhin zum Verlagsprogramm.  Das Verlegen kostengünstiger Sachratgeber erwies sich als Erfolgsmodell. Die Rudolph'sche Verlagsbuchhandlung gehörte danach zwischenzeitlich als Zweigwerk zum Verlag Hermann Bauer KG Freiburg, der sich schwerpunktmäßig der Esoterik verschrieben hatte. Die Hermann Bauer KG ist inzwischen in PranaHaus, ebenfalls in Freiburg, aufgegangen.

Kurt Fiedler hat für die Rudolph'sche Verlagsbuchhandlung eine große Anzahl von Buchtiteln gestaltet. Bemerkenswert ist insbesondere das Buch "Jüdische Witze" mit der ersten Auflage aus dem Jahr 1926. Das Buch ist dem jüdischen Humor gewidmet und vom unbekannten Autor offenbar aus Kritik am aufkeimenden Nationalsozialismus mit dem Pseudonym "H. Itler" versehen worden.